Wasserpflanzen
Sumpf- und Wasserpflanzen von A bis Z
Wasserpflanzen nach deutschen Namen
Wasserpflanzen nach botanischen Namen
In unserer Sumpf- und Wasserpflanzen-Datenbank finden Sie nur
mehrjährige und winterharte Sumpf- und Wasserpflanzen, die in unserem
Klimaten in Ihrem Gartenteich oder "Klein-Teich" überwintern können.
Diese Pflanzen werden im Volksmund oftmals als "Teichpflanzen"
bezeichnet, wir Landschaftsgärtner bezeichnen diese Pflanzen jedoch als
"Sumpf- und Wasserpflanzen".
Die Sumpf- und Wasserpflanzen gehören zu der großen
Gattung der krautig-wachsenden Pflanzen, also zu den Stauden.
Wasserpflanzen – Pflanztipps
Gute Kenntnisse über Lebensbedingungen und Verhaltensweisen der
gewünschten Pflanzen helfen, im nachhinein große Enttäuschungen zu
vermeiden. Vor dem Pflanzenkauf sollten Sie sich über die folgenden
Pflanzeneigenschaften informieren:
Die optimale Wassertiefe,
die Pflanztiefe (= Wassertiefe minus Höhe vom Pflanzkorb),
den Lichtbedarf der Pflanze,
die Geselligkeit,
das Ausbreitungsverhalten (wuchernd?),
die Wuchshöhe, die Blütezeit und die Blütenfarbe im Zusammenspiel mit benachbarten Pflanzen.
Viele Fragen zur Pflanzenvergesellschaftung und zur
Pflanztechnik (z.B. mit oder ohne Korb pflanzen, nährstoffreiches oder
armes Wasser…) lassen sich am besten im direkten Kontakt mit den
Lieferanten bzw. Staudengärtner klären.
Aber dennoch kann es auch einer fachgerechten Pflanzung zu
unerwarteten Enttäuschungen kommen, denn ab und zu verschwindet die
eine oder andere Wasser-Staude plötzlich...
solche Verluste gleichen sich aber oftmals durch neue Teichbesucher wie Lurch oder Frösche aus.
Wasserpflanzen im "Klein-Teich"
In botanischen Gärten oder öffentlichen Parks gehören Wasserpflanzen
selbstverständlich zum Bestand, und auch in privaten Gärten trifft man
sie heute immer häufiger an.
Man braucht auf Sumpf- und Wasserpflanzen nicht zu
verzichten, nur weil Sie keinen großen Garten haben, in dem Sie einen
Teich oder ähnliches anlegen können.
Die Wasserpflanzen gehören zu den Stauden und wachsen auch
auf engstem Raum in entsprechenden Gefäßen. Und aus diesem Grund
mangelt es auch nicht an Möglichkeiten, ein hübsches Wasserpflanzen-
Arrangement zu erstellen: In einem kleinen garten, auf einer Terrasse,
dem Hof oder dem Balkon lässt sich ein Behälter für Wasserpflanzen
aufstellen. Dieser kann z.B. ein in der Mitte durchgesägtes Bier- oder
Weinfass sein; oder ein Kübel, eine Schales oder eine Wanne aus Metall,
Kunststoff, Natur- oder Kunststein. Fast jeder wasserdichte Behälter
eignet sich als „Kleinteich“. Die Größe ist eher nebensächlich, da es
auch viele Pflanzen für den Wasserrand gibt. In so einem Behältnis
finden eine kleine Seerose und einige andere kleinere Wasserpflanzen
immer Platz – denn Wasser- und Sumpfpflanzen lassen sich ohne großen
Aufwand und ohne jegliche Schwierigkeit kultivieren. Sie sind, was
Üppigkeit und Wuchsstärke angeht, den Landpflanzen oftmals überlegen.
Spätestens im Dezember eines jeden Jahres sollten Sie das
Wasser aus dem Behältnis ausgießen und den Wasser-Stauden einen
Winterschutz geben; Blätter, Kokusmatten oder ähnliches ist dabei sehr
gut.
Zum neuen Austrieb können Sie dann das Wasser wieder einlassen.
Sumpf- und Wasserpflanzen – Flora, die sich über Wasser hält
Siedelten die ersten Menschen noch su rein praktischen Gründen in der
Nähe von Wasser, so geht heute von Wasserflächen eine ganz andere
Faszination aus. Neben dem Vorkommen einer vielfältigen Tierwelt
gedeihen an keinem anderen Standort so viele Pflanzenarten wie am Bach,
Teich oder im Feuchtgebiet. Deren gegensätzliche Wuchsformen und ihr
Spiegelbild auf der Wasseroberfläche, zusammen mit dem malerischen,
immer andersartigen Hintergrund von Himmel und Wolken ziehen jeden in
ihren Bann. Überall wo eine gärtnerische Gestaltung stattfindet, ob im
Hausgarten oder im öffentlichen Raum, sollten Sumpf- und Wasserpflanzen
in ihrem Lebensbereich daher als besonderes Gestaltungselement
einbezogen werden. Geschieht dies bei der Anlage eines Wassergartens
oder in Kombination mit einem Steingarten noch aus vorwiegend
ästhetischen Gründen, so steht bei der Anlage eines Schwimmteichs, einer
Ufersicherung oder einer Pflanzenkläranlage die Funktion als
Repositionspflanze im Vordergrund.
Diese Kombination von Funktionalität und sinnlichen
Erlegen macht das Thema Wasser im Garten und in der Landschaft für de
Gärtner interessant und sollte daher zum gärtnerischen Grundlagenwissen
gehören.
Repositionspflanzen: Einheimische Wasserpflanzen
Repositionspflanzen (= RP) sind einheimische Arten, die z.B. in der
freien Landschaft für Rekultivierungsmaßnahmen zur Bestandbildung und
Arterhaltung eingesetzt werden. Eine weitere wichtige Funktion ist die
Ufersicherung durch Ausbildung eines festen Wurzelwerkes. Auch zum
Versickern von Oberflächenwasser werden die vorgesehenen Becken mit
Repositionspflanzen bepflanzt.
Schilfpflanzen (= Phragmites australis) sind für den
Einsatz in Kleinkläranlagen und Klärschlammvererdungsanlagen geeignet.
Sie besitzen die Fähigkeit, durch ihre Ausläufer Sauerstoff in die
tieferen Bodenschichten einzubringen. Der Sauerstoff ermöglicht
Bakterienleben, das der Wasserreinigung dient: Abbau von
Stickstoffverbindungen und organischen Stoffen durch Mikroorganismen
sowie Festlegung von Phosphatverbindungen und Schwermetallen durch
chemisch- physikalische Vorgänge.