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Unkräuter-Datenbank


Was sind Unkräuter bzw. Wildkräuter ?


Wildkräuter sind züchterisch nicht veränderte, wild wachsende, krautige Pflanzen. Wenn sie an Standorten auftreten, wo sie von uns nicht erwünscht sind, werden Wildkräuter als Unkräuter bezeichnet.
Wildkräuter werden aufgrund ihrer Vermehrung in zwei Gruppen eingeteilt: Auf der einen Seite die Samenunkräuter, auf der anderen die Wurzelunkräuter. Diese Einteilung ist nicht ganz richtig, da Wurzelunkräuter natürlich auch Samen bilden und sich über diese vermehren können.
Samenunkräuter sind oftmals einjährig, also nicht ausdauernd. Sie können sich nur über Samen vermehren. Samenunkräuter sind z.B. Franzosenkraut, Gemeines Kreuzkraut und Vogelmiere.
Wurzelunkräuter sind hingegen mehrjährige, also ausdauernde Pflanzen, die eine Speicherwurzel oder einen Wurzelstock haben (siehe Löwenzahn). Diese Unkräuter breiten sich sowohl über Samen als auch über Ausläuferwurzeln (= Rhizome) aus. Wurzelunkräuter sind z.B. Giersch, Löwenzahn, Quecke, Huflattich, Große Brennessel, Distel und Acker-Schachtelhalm.


Wildkräuter - mehr Schaden als Nutzen ?


Wildkraut wird dann zum Unkraut, wenn sie an Standorten wachsen, wo sie dem Menschen bzw. den angebauten Pflanzen schaden. Dies kann z.B. im Ackerbau oder in Baumschulen sein, wenn die Unkräuter die Entwicklung der angebauten Pflanzen hemmen, da sie als Konkurrenz (um Licht, Luft, Raum, Wasser und Nährstoffe) zu den Kulturpflanzen auftreten. Weiterhin werden Kulturarbeiten erschwert (z.B. beim Auftritt von Quecke in einem Baumschul-Bestand). Auch können die Unkräuter als Wirte für Krankheits- und Schaderreger dienen. Dies sind alles ärgerliche, aber vor allem kostspielige Angelegenheiten für einen Landwirt oder Gärtner.
Trotz der ganzen negativen Folgen, die Unkräuter mit sich bringen, muss man letztlich zu dem Schluss kommen, dass die Pflanzengruppe der
Wildkräuter doch alles andere als unnütz ist:

Denn sie dienen vielen Tierarten als Futterquelle und Unterschlupf und nehmen so eine wichtige Position im Ökosystem ein;
sie stellen als Wildformen unserer heutigen Kulturpflanzen ein wichtiges Gen-Zentrum für die Züchtung dar;
die Wildkräuter dienen der Menschheit seit Jahrhunderten als Heilpflanzen;
sie tragen zur Bodenverbesserung bei, indem sie den Boden durchwurzeln, vor Erosion und Austrocknung schützen;
letztlich können Wildkräuter dem Gärtner als Zeigerpflanzen dienen, d.h. sie zeigen aufgrund ihres Vorkommens den Zustand eines Bodens an.



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