Tüpfelfarn, Engelsüß - Polypodium vulgare
Deutsche Namen: Tüpfelfarn, Gewöhnlicher Tüpfelfarn, Engelsüß
Botanischer Name: Polypodium vulgare
Familienname: Polypodiaceae, Tüpfelfarngewächse
Beschreibung und Aussehen
Namenserklärung: vulgaris bedeutet gemein, gewöhnlich und bezieht sich auf die Einfachheit vom Tüpfelfarn
Herkunft: Polypodium vulgare ist in Europa, Nordamerika, Asien und in Südafrika beheimatet, dort gedeiht der Tüpfelfarn auf feuchten Fels- und Steinschüttungen, als Aufsitzerpflanze auf alten Bäumen
Wuchs: Der Tüpfelfarn wird 25 bis 50cm hoch, flächig, leicht ausbreitend, rhizombildend, darüber verbreiternd und lockere Polster ausbildend, mittel wüchsig
Laub: Wedel, bis 70cm lang, Farbe dunkelgrün, gefiedert, überhängend, bogig, gewellt, eingeschnitten, grundständig gestielt, gelb-braune, auffällige Sori an der Wedelunterseite, an Oberseite leicht durch drückend, der Tüpfelfarn ist wintergrün, das Laub ist ganzjährig wirkend
Blüte: Der Tüpfelfarn blüht nicht, Farne vermehren sich über Sporen
Frucht: Der Tüpfelfarn bildet keine Früchte aus, die Vermehrung erfolgt über den sogenannten Generationenwechsel
Standort: Der Engelsüß gedeiht auf einem halbschattigen bis schattigen und absonnigen Standort, frische bis feuchte, gut durchlässige, steinige Böden mit einfacher Humusauflage genügen, Tüpfelfarn liebt hohe Luftfeuchtigkeit, Tüpfelfarn ist gut anpassungsfähig
Lebensbereiche: G 2-3 hs-sch (Gehölz; frisch bis feucht, halbschattig bis schattig), St 2-3 hs-sch (Steinanlagen, frisch bis feucht, halbschattig bis schattig), SF 2-3 hs-sch (Steinfugen; frisch bis feucht; halbschattig bis schattig)
Verwendung: Polypodium vulgare (Tüpfelfarn) auf steinigen Beeten, in schattigen Steinanlagen, zwischen Gehölzen, auf Mauerkronen und Trockenmauern, auf schattigen Gräbern/ Grabbepflanzung, Blattschmuck-Staude, Schnittgrün für Floristik
Pflanztipps: 7 bis 12 Tüpfelfarn-Pflanzen pro Quadratmeter pflanzen, 30 bis 40cm Pflanzabstand, in kleinen Trupps und Gruppen von 3 bis 15 Engelsüß-Pflanzen pflanzen
Pflege: Den Tüpfelfarn am besten viele Jahre am selben Platz belassen, Engelsüß nicht im Herbst zurück schneiden, Blatt-Wedel und Sporen versprechen Winterschmuck und Winterschutz für die Horste, am optimalen Standorten benötigt der Tüpfelfarn wenig Pflege
Hinweise: Der Tüpfelfarn ist sehr langlebig, wertvolle Wildstaude, heimisch, schützenswert, als Heil- bzw. Arzneipflanze in der Anwendung
Vermehrung: Tüpfelfarn ist durch Teilung gut zu vermehren oder Vermehrung durch Anzucht der Farn-Sporen
Besondere Arten und Sorten: Polypodium interjectum (Großer Tüpfelfarn, Höhe bis 50cm, auch heimisch)




