Narzissen, Osterglocken - Narcissus pseudonarcissus
Deutsche Namen: Narzissen, Osterglocke, Gelbe Narzisse, Trompeten-Narzisse, Osterglocken
Botanischer Name: Narcissus pseudonarcissus
Familienname: Amaryllidaceae, Amaryllisgewächse
Beschreibung und Aussehen
Namenserklärung: pseudonarcissus (lat.) bedeutet unechte Narzisse, da Narzissen früher nicht als Narzissen angesehen wurden
Herkunft: West-, Mittel- bis Südeuropa, dort auf Gebirgswiesen und in steinigen Abhängen; heimische geschützte und gefährdete Wildstaude, Rote Liste: 3 (meist nur eingebürgert)
Wuchs: horstbildend, locker aufrechter Habitus mit drei bis sechs Blättern; 0,25 bis 0,60 m hoch (inkl. Blüte); Zwiebel der Narzisse ist mittelgroß und kahl
Laub: Blätter, grün, ganzrandig, linealisch; sommergrün
Blüte: Von März bis Mai (III bis V); gelbe Trompeten (= Gelbe Narzissen und Trompeten-Narzisse), leuchtend gelb, eine Blüten-Trompete pro Stiel; Form ist trichterförmig, glockig oder auch trompetig
Frucht: Kapseln
Standort: Vollsonniger bis absonniger Standort; durchlässige, mäßig trockene bis frische, humose, Böden; ph-Wert von sauer bis schwach alkalisch; die Narzisse ist kalktolerierend
Lebensbereiche: Fr1-2 (= Freiflächen, trockener bis frischer Boden), B1-2 (= Beet, trockener bis frischer B.)
Verwendung: Auf Rabatten, in Zwiebelblumen- und Stauden-Beete (z.B. mit Bergenien), auf Wiesen- und Rasenflächen, zwischen Gehölzen, in Naturgärten, als Unterpflanzung in Trögen und Kübeln; Narzissen sind in den top10 der Schnittblumen, vor allem zu Ostern ist die Osterglocke die Blume Nr.1; auch als Heil- und Medizinpflanze wird die Osterglocke genutzt; zur Auswilderung an Hängen und in Ausgleichsflächen
Pflanztipps: 3 bis 10 Narzissen pro Quadratmeter (qm); Pflanzabstand 0,10 bis 0,30 m; in lockeren Gruppen von 3 bis 10 Osterglocken (bzw. Zwiebeln) zu pflanzen
Pflanzzeit: Narzissen von September bis Oktober pflanzen, Pflanztiefe 10 bis 15 cm; früh gepflanzte Narzissen-Zwiebeln sollten vor starken Nachtfrösten geschützt werden (mit Mulch, Häcksel oder Torf)
Pflege: Schnitt: Verwelkte Osterglocken-Blüten sollten entfernt werden, damit
keine Samenstände ausgebildert werden (bessere Blüte im Folgejahr); die
Blätter müssen bis zur kompletten Welke (= eingezogen in die Zwiebel)
stehen bleiben und können dann geschnitten werden;
Narzissen-Blüten: Blüten können bedenkenlos abgeschnitten
werden; während der Blütezeit benötigen Narzissen einen feuchten Boden;
Düngung: Die Garten- Narzisse Anfang März z.B. mit Blaukorn (40-
50 Gramm pro Quadratmeter) und Narzissen Ende April z.B. mit Hornmehl,
Hornspäne, Knochenmehl oder anderen organischen Düngern
Hinweise: Winterhart, frosthart, nicht anspruchsvoll, Narzissen wachsen fast
überall; erst nach dem Absterben der Blätter (= 6 Wochen nach der
Narzissen-Blüte) herunterschneiden bzw. mähen; Osterglocken als
Schnittblume erst nach einem Tag in einem Extra-Gefäß zu anderen
Schnittblumen stellen.
Wirkstoffe: Die gesamte Osterglocke enthält Homolycorin,
Narcissidin, Lycorin, Hämanthamin, Tazettin, Anhydromethylpseudolycorin,
Methylpseudolycorin, Magnarcin, Lycorenin, Narcissamin und Fiancin.
Giftige Teile: Alle Pflanzenteile der Narzisse sind giftig; am
giftigsten ist die Zwiebel. Auch Blumenwasser von Narzissen ist giftig
(siehe Narzissen in Vasen)
Wirkung: Bei oraler Einnahme kann es zu Durchfall, Übelkeit,
Erbrechen und einem Schock kommen. Bei Hautkonakt kann es zu Ausschlag
kommen (ähnlich wie bei Brennesseln).
Gegenmaßnahmen: Bei oraler Einnahme reicht die Applikation von
medizinischer Kohle. Die weiteren Maßnahmen erfolgen symptomatisch. Bei
Hautkontakt mit Osterglocken sollte man die Stelle mit Wasser waschen.
Vermehrung: Durch Tochterzwiebeln
Besondere Arten und Sorten: Von Narcissus pseudonarcissus gibt es viele Hybridsorten; einfache Osterglocken-Sorten: 'Irene Copeland', 'Fortune', 'Passionale', 'Ambergate', 'Tahiti'; Narcissus-Hybriden: 'Narcissus Jumblie', 'Narcissus rmiexii', 'Narcissus triandrus'










